Im Vergabeverfahren für Bau und Betrieb der Ladeinfrastruktur setzten sich die Qwello GmbH und die Wirelane GmbH, beide aus München, durch. Besonders erfreulich: Der Aufbau und Betrieb erfolgt eigenwirtschaftlich – für die Kommunen entstehen keinerlei Kosten außerhalb des Vergabeprozess. Durch die gemeinsame Ausschreibung konnten nicht nur die Kosten für Ausschreibung und Vergabe niedrig gehalten werden, sondern auch deutlich mehr Standorte einbezogen werden.
76 neue Ladestandorte
Das ehrgeizige Ziel: eine flächendeckende, bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur in der gesamten Ortenau. Die Ladepunkte sollen im ersten Halbjahr 2026 fertiggestellt werden und mindestens acht Jahre lang zur Verfügung stehen. Ein Highlight: Zehn der 76 Standorte werden als Schnellladeinfrastruktur mit 50 kW ausgestattet. Mit diesem umfassenden Netzwerk wird eine wichtige Lücke zwischen privater und halböffentlicher Ladeinfrastruktur (etwa auf Flächen von Einzelhandel und Gastronomie) geschlossen.
Die Standorte wurden strategisch gewählt: Unter Einbeziehung der Stuttgarter Beratungs- und Planungsgesellschaft ISME (Institut Stadt|Mobilität|Energie) und in enger Zusammenarbeit mit den acht Kommunen entstanden sie auf Basis stadt- und verkehrsplanerischer sowie bedarfsorientierter Kriterien. Die neuen Ladepunkte verteilen sich auf vier Standorte in Friesenheim, 18 in Kehl, 15 in Lahr, fünf in Neuried, 23 in Offenburg, drei in Rheinau sowie jeweils vier in Schwanau und Seelbach.
Ein Meilenstein für klimafreundliche Mobilität
„Mit dem heutigen Startschuss gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einer klimafreundlicheren Mobilität in der Ortenau", betont Tilman Petters, Vorstandsmitglied der Mobilitätsnetzwerk Ortenau AöR, im Sommer 2025. „Der Ausbau der Ladeinfrastruktur ist ein wichtiger Baustein, um den Umstieg auf E-Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger attraktiver und alltagstauglicher zu machen."
Der gemeinsame Ausbau der Ladeinfrastruktur ist das jüngste Erfolgsprojekt und eines von vielen innovativen Vorhaben, die durch die interkommunale Kooperation im Mobilitätsnetzwerk Ortenau angestoßen wurden.